logo
"20 Digital Years_The Movie" at KUNSTHALLE wien . june 08

eikon #69
"20 Digital Years_LogInCabin"

MAK Vienna

MediaSculpture


(4.11-8.12.08)

MAK-Press office
Stubenring 5
A-1010 Vienna
phone (+43-1) 711 36-233, -229, -212
fax (+43-1) 711 36-227
e-mail: [presse@MAK.at]

Press contact: Teresa Raninger, Lilli Breuer

Station Rose Press_INFO:
press . please contact jerome@stationrose.net
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

––––––––––– "://on Demand EP and Book "release 10.2006
EPepcover hi-res book2006portraits hi-res portrait2006



Digital Bohemian Lifestyle - a term created by Station Rose in 94/95

"Best of Webcasting DVD & CD" pressinfo- release 02.2005

  1. 2004 300 dpi 300 dpi

 

press-articles worldwide (selection):
Print & online
FAZ/Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bild, FR/Frankfurter Rundschau, Playboy, Frankfurter Neue Presse, Prinz, Journal Frankfurt, Kunstforum international, Der Standard, Vienna, Falter, Vienna, Profil, Vienna, London Sunday Times, San Francisco Chronicle, de:bug, Telepolis, Rhizome, d2000, Groove, Noema, Springerin, Eikon, Libération, Paris, Zitty, Berlin, Tema Celeste, Italien, Intro, Ten Dance, Neue Bildende Kunst, Berliner Zeitung, Max, Amica, Art Position, Wolkenkratzer, Tip, Focus, Spiegel Online, Screen Multimedia, Mac Welt, CHIP, Flyer, Computer Bild, Bravo, Mac Up, Hör Zu, WOM Journal, TV Today, Tagesspiegel, TAZ, Mixmag, Rogue, Die Presse, Wien, Kurier, Wien, Salzburger Nachrichten, Intercommunication, Japan, Superdesigning, Japan, ED Magazine, Japan, Brutus, Japan, Quit, Japan, Guru, Japan, Asahi, Japan, Musik Express, Simultaneita, Italien

    TV:
    arte ("Tracks"), hr/late lounge MTV, Viva, Viva2, 3sat ("Kulturzeit"), ZDF ("Aspekte"), ORF ("Kulturjournal")

    Station Rose Videoclips at MTV, Viva, Viva2,


    Radio:
    HR, Bayrischer Rundfunk, ORF Austria ("Kunstradio" u. "fm4"), Radio FG Paris, KUSF San Francisco

 
 

 

 

 

 

 

 

 

Station Rose in der Ursula Blickle Videolounge

Ein lauer Frühsommerabend im Wiener Museumsquartier, fast alle streben zu den Getränkeständen. Umso radikaler gestaltet sich das Eintauchen in die klimatisierte Ursula-Blickle-Videolounge im Keller der Kunsthalle und generiert so eine weitere Parallelwelt zu denen, die es nun in der Video-Compilation »20 Digitale Jahre« von Station Rose zu sehen gibt.
skug # | Text: Heinrich Deisl | Tue 15. Jul. 2008

In der seit Dezember 2004 laufenden Serie »Video des Monats« ist in der Blickle-Lounge diesmal eine Zusammenstellung von Outtakes, TV-Arbeiten und computergenierten Werken zu sehen, die Elisa Rose und Gary Danner aka Station Rose (SR) zu einem der prominentesten Projekte an der Schnittstelle zwischen realen und virtuellen Bild- und Ton-Welten hat werden lassen.
Nach ihrem Umzug nach Frankfurt und ins Netz 1991 wurde besonders an der Virtualisierung elaboriert. Die audiovisuelle Kunst von SR zielte immer mitten hinein in das Material: Frühe Amiga-Experimente mit ihren verschachtelten, sich ineinander verschlingenden Geometrien muten heutzutage etwas krude an, lassen sich indes wunderbar kurzschließen mit den frühen Filmexperimenten eines Oskar Fischinger. Aus ihrem Studio wurde 2002-06 die wöchentliche Sendung »Best of Webcasting« im öffentlich-rechtlichen TV in Deutschland ausgestrahlt, eine der wenigen (regelmäßigen) Kunstsendungen in diesem Medium.
SR eine Video-Band? Bild (Rose) und Ton (Danner) werden synchron komponiert, entstehen zueinander in Echtzeit. Daraus ergibt sich eine audiovisuelle Interaktion, die etwa VJing weit hinter sich lässt. Vielmehr geht es um Videos, denen der »Jetzt-Faktor« immanent ist, live eingespielte Befindlichkeitsaufnahmen aus den Tiefen des digitalen Datenstroms.
»20 Digitale Jahre« ist der Einfachheit halber auf DVD kompiliert worden. Dabei handelt es sich bei dem Projekt vielmehr um eine Installation, denn die Filmfragmente sind Loop-mäßig organisiert, rein- und rauszappen ist dem Zuschauer überlassen. Die Zusammenstellung ist auch a-chronologisch und non-narrativ; Vielmehr geht es um ästhetische, persönliche und konzeptuelle Parameter, wodurch sich Produktions- und Wahrnehmungswelten allenthalben fröhlich vermischen und sich zu einem wuchtigen synästhetischen Kommentar über das Medienzeitalter verdichten. Danners Soundtrack pulsiert dabei zwischen Minimal, Dub, Electronica und Referenzen an Nino Rota. Als Hilfsklammer oder Paraphrase dienen Fieldrecording-Aufnahmen, als SR Mitte der 80er einige Zeit in Kairo verbrachten.
Nach etwas mehr als einer Stunde Programm und gut 60 Filmen ist dann der kaleidoskopische Blick auf die digitalen Jahre vorbei. Das Licht geht kurz an, und schon läuft wieder der Vorspann. »20 Digitale Jahre« ist eine kompakte Zusammenstellung über Station Rose geworden, ein veritables Tool für avancierte audiovisuelle Blickschulung mit einem Referenzkorpus zwischen abstrakter Filmhistorie und der Auslotung digitaler Bild- und Tonproduktionen mit einem spielerisch-affirmativen Zugang zu aktuellen (Video-)Kunstdiskursen. Sollen sich die anderen ruhig in ihren scheint’s bedeutungsschweren Medienexperimenten verlieren: Station Rose machen derweil Rock’n’Roll, vulgo digitalisierte Momentaufnahmen aus ihrem Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

skug - Kunst - Sound
Station Rose - Freibeuter der Datenbrösel

Legende als Begriffsumfassung ist immer ein zwiespältiges Wort. Auf Station Rose mag es zutreffen, doch die unbewegliche Denkmalsform, das hochkulturelle Schulterklopfen und Rumstehen als Museumsstück ist nicht ihr Ding.
skug #58 | Text: Paul Poet | Thu 16. Dec. 2004

http://www.skug.at/index.php?Art_ID=3020

Dazu feilen und feilschen Gary Danner und Elisa Rose schon zu lange an ihrer künstlerischen Vision eines vollvirtuellen Habitats, einer alternativen, total multimedial vernetzten Spielfläche als Kunst,- Kommunikations,- eben Daseinsform. Das absolut unzeitgemäße Exzentrikertum des Idealisten halt. Bruce Sterlings Bild von der Zukunft als durchgehende Shopping Mall, eben eh schon quasi die Realität, ist der Feind. Kunst und ihre Artikulationsflächen, also eben auch Computer, Netzwerke, Cyberspace, sind die wichtigste, wenn nicht einzige Form, um Alternativen zu bauen, Abstand und Überwindung. Neue Welten, Baby! Die Grundgedanken schmecken nach 1988, als das Kunststudenten-Liebespaar sich in einem sogenannten Lab, pionierwärts virtuell vernetzt und tätig, formierte. Der Plan, F.M. Einheit oder Bob Adrian an ihrer Seite. Die Strategie ist seitdem gleich geblieben: Der Netzstaat Gunafa, gebildet durch ein reines unverpflichtendes Kommunikationsnetz, dem jeder Interessierte beitreten kann. Ständige Webcastings. Global vereinte Sequencing-Parties. Musik und visuelle Kunst als stetiges, unkonserviertes Live-Erlebnis, das im 01-Dschungel seine kurze Daseinsfrist verbringt. Das Happening im elektronischen Nirvana. Finanziell greift man freilich schon gelegentlich auf gewöhnlich kaufbarere Formen zurück: Die Clubbings im XS von 1992-94 der seit damals ergriffenen Wahlheimat Frankfurt. Galerienvertretung. Bezahlte Hochkulturaufträge. Und natürlich die Tonträger, in den frühen Techno-Neunzigern mit NME und MTV-Smashstompern wie »Dave« und »Fab505«, die heute eher unter Liebhabern verdealten kindlichen Beatperlen des »Au Ciel«-Albums, oder der kürzlich erschienenen »Manifestation!«-EP, die in ihren Grooves eher psychedelische Trällerpopwärme versprühen als ascii-asketisches Nerdgeknurpsel. Und die Wärme, Persönlichkeit und rasende Kommunikationsfreude von Station Rose ist es auch, die sie 16 kaum modifizierte, nur technologisch aufgerüstete Jahre danach noch immer spannend macht, weil es sie so drastisch von der Sprachfeindlichkeit, Zerstückelungsbesessenheit der auch schon wieder gealterten E-Generation unterscheidet. Für sich und eben auch im Vergleich sind sie als nächstes bei der von skug-Art-Honcho Roland Schöny kuratierten Spektral-Reihe im O.K.Zentrum Linz zu bewundern.

   
                       

 

station rose photos:

photos by:

Gary Danner/STR

spring 2002

photos by

Edith Held

2000

 

station rose info:

Station Rose /STR was founded in Vienna in 1988 by musician Gary Danner and visual artist Elisa Rose as an open multimedia lab. Both had obtained their diplomas at the university of applied arts in Vienna the year before.
On from the beginning, the Station´s activities ranged from producing CDs and vinyls, CD ROMS, research work on Virtual Realities, to lectures, performing in the underground, museums, galleries and the internet <www.stationrose.com>. STR is online since 1991.
At the end of the eighties STR started their Gunafa Clubbings (Skala/Vienna, XS/Frankfurt), the first online-clubevents worldwide incl. live multimedia jamsessions, releasing the cult vinyl "Dave" in 1992. On from 1992, STR focussed their attention on programming CD ROMs (on their own label "Gunafa", founded in 1993) and in the internet. This period saw the release of 4 CD ROMs and various audio products. Their "pioneering work in the field of multimedia" (Timothy Leary) got them numerous invitations to avantgarde media festivals worldwide.
STR´s music, which shows influences of acid, techno, John Carpenter´s soundtracks, exotica, as well as bands like Can and Silver Apples, often on the treshold of pop and experiment, tries to hypnotize the listener with its original form and sound, which was consequently developed over a long time. (Gary Danner´s musical career started as a punk guitarist in the late seventies.)
The Viennese origin of Station Rose shines brightly through their art, attracting attention with simulated naivity mixed with malicious irony.
STR perform live and produce as a Multimedia Band in the unique Station Rose method. A multimedia jam session (Gary Danner: Music, Elisa Rose: Visuals) begins as a flow - on the workstations connected through MIDI - where structures are developed, a beat is chosen and then, only after ecstatic hours of creating, when the brand new track looks ripe, it is saved on the right medium (Video, DAT, Internet, etc.).
Since January 99 STR performs live in the internet at <http://www.stationrose.com>. These webcasts are on a regular basis. The schedule can be found on the website, or through the STR-newsletter. To subscribe, mail to <gunafa@well.com>.
Rose & Danner see the multimedia art of Station Rose as a new development succeeding techno, where the artist/musician will create not only music, but various forms of audiovisual content, and performs at diverse locations and produce in several media.

 


german version:
Station Rose/STR wurde 1988 von dem Musiker Gary Danner und der Künstlerin Elisa Rose als offenes Multimedia-Labor in Wien gegründet. Zuvor hatten Rose & Danner die Universität für Angewandte Kunst in Wien mit Diplom abgeschlossen.
Von Anfang an reichten die Aktivitäten der Station von CD-, Vinyl- und CD ROM- Produktionen, Forschung über Virtuelle Realitäten bis hin zu Vorträgen, Performances, Installationen in Galerien, Museen und im Underground, sowie im Internet auf <www.stationrose.com>.
STR ist seit 1991 online.
Am Ende der 80er starteten sie Gunafa Clubbing (Skala/Wien, XS/Frankfurt), die weltweit ersten Clubevents mit Internetvernetzung incl. multimedialer Jamsessions, im Zuge derer sie ihren Kultklassiker "Dave" 1992 veröffentlichten.
Von 1992 an verlegte STR den Schwerpunkt der Aktivitäten neben Live-performances auf CD ROM Produktionen (am eigenen Label "Gunafa", welches 1993 gegründet wurde) und das Internet. In dieser Phase wurden 4 CD ROMs und mehrere Audioprodukte veröffentlicht. Wegen ihrer "pioneering work in the field of multimedia" (Timothy Leary) wurden sie zu den wichtigsten Medienfestivals eingeladen.
Die Musik der STR, welche Einflüsse von Acid, Techno, den Soundtracks von John Carpenter, Exotica, sowie von Bands wie Can und Silver Apples aufweist, versucht den Hörer/die Hörerin mit ihrer originären Form und eigenen Sounds zu hypnotisieren. Sie steht oft an der Grenze zwischen Pop und Experiment, und wurde über eine lange Zeit hinweg stetig weiterentwickelt. (Gary Danners Musikerlaufbahn begann als Gitarrist in Punkbands in den späten 70ern.)
Immer wieder schimmert die Wiener Herkunft bei der Kunst der Station Rose durch, die sich in Verspieltheit und gleichzeitig bösartiger Ironie bemerkbar macht, wobei die sprichwörtliche Wiener Melancholie unüberhörbar /-sehbar bleibt.
STR performen live & produzieren als Multimedia-Band in ihrer nativen Weise: der Fluß einer Multimedia-Jamsession beginnt (Elisa Rose: Visuals, Gary Danner: Musik) auf den über MIDI vernetzten Workstations. Strukturen entwickeln sich, ein gemeinsamer Beat wird erarbeitet, Sound- und Bilddaten abgestimmt und, nach ekstatischen Stunden, wenn der neue Track reif erscheint, wird er im passenden Medium gespeichert (Video, DAT, Internet etc.).
Seit Januar 99 performen STR live im Internet auf <www.stationrose.com>. Diese Webcasts finden regelmäßig statt. Der Sendeplan ist auf der website zu finden, sowie über den STR-Newsletter, den man subscriben kann. (e-mail to gunafa@well.com)
Rose & Danner sehen die multimediale Kunst der Station Rose als eine neue Entwicklung nach Techno, in der der Künstler/Musiker nicht ausschließlich Musik schaffen wird, sondern audiovisuellen Inhalt, an verschiedenen Orten performen wird (hi & lo: Underground, Clubs, Museen, Galerien, Avantgarde-Festivals), und in diversen Medien releasen wird.